Dateien im Ilias und VG Wort mal wieder

Dateien im Ilias und VG Wort mal wieder

Liebe Studierende,

letztes Semester hatten wir schon mal ein riesengroße Getue mit der VG Wort, der Verwertungsgesellschaft für Autoren und deren Vergütungsproblemen. Und was dürfen wir sagen: Leider ist das Problem noch nicht ausgesessen. Aber bevor ich jetzt alles hier noch mal in Kurzfassung erzähle, lest ich bitte die Pressemitteilung eurer Verfassten Studierendenschaft durch, dort steht das sehr gut auf den Punkt gebracht. Weitere Infos gibt es dankenswerterweise bei der FS BWL.

 

Steht die digitale Lehre vor dem Aus?

Die Verfasste Studierendenschaft der Universität Mannheim spricht sich für die geplante Novellierung des Urheberrechts aus, welche eine Pauschalabgeltung von Literatur langfristig ermöglicht. Durch eine Individualabgeltung von wissenschaftlichen Texten ist die digitale Lehre an Hochschulen in Gefahr.

In der kommenden Woche berät der Fachausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Bundestages über einen Gesetzesentwurf, der die Novellierung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) vorsieht. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2016 über den Rahmenvertrag zwischen der Kultusministerkonferenz und der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) drohte schon Ende letzten Jahres der Wegfall der E-Learning Angebote an Hochschulen in Deutschland, welcher durch eine Ablehnung der Novellierung erneut bevorstehen könnte.

Eine durch Einzelabgeltung der benötigten Literatur entstehende Kostenabrechnung sowie der bürokratische Aufwand für die Dozierenden wären durch die große Menge an benötigter Literatur für die Hochschulen nicht mehr tragbar. Ohne die Möglichkeit der unbürokratischen Pauschalabgeltung können die E-Learning Angebote nicht mehr garantiert werden, welche durch die starke Zunahme der Internationalisierung und Digitalisierung der Lehre an Hochschulen unerlässlich wurden. Dabei stellt die Einführung einer Pauschalabgeltung aus Sicht der Studierenden das Kernstück des neuen Gesetzentwurfes dar.

Die Studierenden fordern darüber hinaus, dass die so genannte Wissenschaftsschranke, also die Begrenzung dessen, wie viel aus dem eigentlichen Hauptwerkes genutzt werden kann, von den bislang vorgesehenen 15% auf die ursprüngliche Regelung von 25% erhöht wird.

Im Interesse aller Studierenden setzt sich die Verfasste Studierendenschaft der Universität Mannheim dafür ein, dass ein unbürokratischer und zeitgemäßer Zugang zu digitaler Literatur in ausreichendem Umfang auch weiterhin gewährleistet wird.